80-Meter-Rohstoffschiff blockiert Spree vor dem Reichstag

Berlin, 17. Juni 2026 – Mit einer ungewöhnlichen Protestaktion will die deutsche Gesteinsindustrie am 24. Juni 2026 auf die Bedeutung heimischer Rohstoffe für Wohnungsbau, Infrastruktur und Wirtschaft aufmerksam machen. Geplant ist die Sperrung der Spree im Berliner Regierungsviertel durch ein mit Gesteinskörnungen beladenes, rund 80 Meter langes Motorschiff.

Die Aktion findet unmittelbar zwischen Reichstag, Paul-Löbe-Haus und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus statt. Begleitet wird die Schiffsdemonstration von einer Kundgebung am Ufer. Organisiert wird die Aktion vom Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V. (MIRO) gemeinsam mit Unternehmen und Verbänden entlang der Wertschöpfungskette Bau und Infrastruktur.

Hintergrund der Aktion sind die weiterhin zu langen Planungs- und Genehmigungsverfahren für die Gewinnung heimischer Rohstoffe wie Sand, Kies, Naturstein und Quarz. Die Unternehmen fordern insbesondere eine Beschleunigung der Verfahren sowie eine stärkere politische Verankerung der Rohstoffgewinnung im Raumordnungsgesetz als Voraussetzung für Wohnungsbau, Infrastrukturmodernisierung, Industrieproduktion und Energiewende.

„Wer mehr bauen will, muss auch die Versorgung mit den dafür notwendigen Rohstoffen sichern“, lautet die zentrale Botschaft der Aktion. Dafür müssen in den Regionalplänen der Bundesländer entsprechende Flächen für die Rohstoffgewinnung ausgewiesen werden.

Die Aktion findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem Bundesregierung und Bundestag über zahlreiche Vorhaben zur Versorgungssicherheit und zur Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung beraten. Nach Auffassung der Branche werden die Belange der heimischen Rohstoffversorgung dabei bislang nicht ausreichend berücksichtigt.

Termin für Medien:

Mittwoch, 24. Juni 2026
10:30 Uhr – Treffpunkt Karlplatz (Luisenstraße/Reinhardtstraße), Berlin-Mitte
10:45 Uhr – Start Demonstrationszug über die Reinhardtstraße in Richtung Spreeufer
ca. 10:55 Uhr – Zusammentreffen mit dem beladenen Motorschiff „Lene L“ auf Höhe des Regierungsviertels
ab 11:00 Uhr – Aktion auf der Spree zwischen Reichstag, Paul-Löbe-Haus und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus
anschließend – Kundgebung am Marie-Elisabeth-Lüders-Haus

Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind herzlich eingeladen. Vor Ort stehen Ansprechpartner der Branche für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung.

Ansprechpartner für Redaktionen:

Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V. (MIRO)
www.bv-miro.org

Susanne Funk, Geschäftsführerin Politik und Öffentlichkeitsarbeit
funk@bv-miro.org
Tel 030 – 2021 566 22
mobil 0175 699 5498

Sascha Kruchen (Pressearbeit)
kruchen@bv-miro.org
mobil 0171 813 97 99

Zum Verband: MIRO vertritt auf Bundes- und Europaebene die Interessen der Kies- und Sand-, Quarz- sowie Natursteinindustrie. Der Verband spricht für rund 1.600 Unternehmen mit fast 2.700 Werken in Deutschland, die ca. 22.500 Mitarbeiter beschäftigen. Sie stellen sicher, dass die jährliche Nachfrage nach den mengenmäßig wichtigsten Rohstoffen von etwa 500 Mio. t durch kurze Transportwege verbrauchernah bedient werden kann. Gesteinsrohstoffe wie Kies, Sand und Naturstein werden für die Erstellung von Wohn- und ande-ren Gebäuden sowie für den Bau und Erhalt von Verkehrswegen benötigt. Produkte aus dem Industriemineral Quarz werden von vielen Industriezweigen nachgefragt. Im wahrsten Sinne des Wortes bilden die Rohstoffe der Gesteinsindustrie die Basis unseres modernen Lebens.