Berlin/Stuttgart, 15. April 2026 – Volles Haus, klare Botschaften und eine intensive Debatte: Der neue Kampagnenfilm „Was nützen Scheine ohne Steine?“ des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe (MIRO) ist heute Vormittag in einem Stuttgarter Innenstadtkino erfolgreich uraufgeführt worden. Rund 40 Verbandsvertreter, Journalisten sowie Unternehmer aus der mineralischen Rohstoffbranche nahmen an der Premiere teil und diskutierten im Anschluss über die Folgen langwieriger Genehmigungsverfahren für zentrale Zukunftsprojekte in Deutschland.
Der Film des Kölner Regisseurs Søren Eiko Mielke widmet sich einem Thema, das politisch breit diskutiert, aber in der Praxis oft als schwer greifbar wahrgenommen wird: die Auswirkungen komplexer Verwaltungsverfahren auf Infrastruktur, Rohstoffversorgung und wirtschaftliche Entwicklung. Mit einer Mischung aus analytischer Schärfe und pointierter Leichtigkeit zeigt der Film, warum selbst politisch gewollte Projekte immer wieder ins Stocken geraten, und welche strukturellen Ursachen dahinterstehen.
Wenn Verfahren Fortschritt ausbremsen
Im Anschluss an die Vorführung diskutierten MIRO-Präsident Christian Strunk, der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer sowie weitere Beteiligte aus Praxis und Verband über mögliche Lösungsansätze.
Boris Palmer zeigte sich von der filmischen Umsetzung überzeugt: „Der Film ist brillant, weil er die Kernthemen der Bürokratie in Deutschland herausarbeitet.“ Zugleich kritisierte er, dass viele der entscheidenden Probleme zu wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhielten. Der Film leiste hier einen wichtigen Beitrag. Bei ihm habe er „zig Déjà-vus allein aus der letzten Woche“ ausgelöst, etwa im Zusammenhang mit einem Regionalplan, der seit über 19 Jahren in Bearbeitung sei.
Breite Einigkeit: Mehr Pragmatismus, weniger Hürden
MIRO-Präsident Christian Strunk unterstrich die Notwendigkeit konkreter Veränderungen:
„Wir müssen bei Genehmigungen besser und pragmatischer werden.“ Der Film mache deutlich, dass sich Deutschland angesichts großer Aufgaben wie Infrastrukturmodernisierung, Klimaschutz und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit langwierige Verfahren und komplexe Regelwerke kaum noch leisten kann und vor allem auf mineralische Rohstoffe wie Sand, Kies und Naturstein angewiesen sei.
Moderator Rafael Binkowski hob die besondere Wirkung des Films hervor: „Ich habe noch nie so was Unterhaltsames zum Thema Bürokratieabbau gesehen.“ In der Diskussion bestand breite Einigkeit darüber, dass überflüssige Verwaltungsvorschriften konsequent überprüft und abgebaut werden müssen. Gefordert wurde ein „Mindset des Machens“ und eine neue Ermöglichungskultur.
„Was nützen Scheine ohne Steine?“ wurde vom MIRO sowie den Initiativen KiWi (Kieswirtschaft im Dialog) und zukunft niederrhein finanziert. Der Film ist ab sofort auf dem YouTube-Kanal des MIRO verfügbar:
Lange Fassung: https://www.youtube.com/watch?v=mBoQkIdzhz8&t=3s
Kurzversion: https://www.youtube.com/watch?v=C_ZzPHXk9Mc
Ansprechpartner für Redaktionen:
Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V. (MIRO)
www.bv-miro.org
Susanne Funk, Geschäftsführerin Politik und Öffentlichkeitsarbeit
funk@bv-miro.org
Tel 030 – 2021 566 22
mobil 0175 699 5498
Sascha Kruchen (Pressearbeit)
kruchen@bv-miro.org
mobil 0171 813 97 99
Zum Verband: MIRO vertritt auf Bundes- und Europaebene die Interessen der Kies- und Sand-, Quarz- sowie Natursteinindustrie. Der Verband spricht für rund 1.600 Unternehmen mit fast 2.700 Werken in Deutschland, die ca. 22.500 Mitarbeiter beschäftigen. Sie stellen sicher, dass die jährliche Nachfrage nach den mengenmäßig wichtigsten Rohstoffen von etwa 500 Mio. t durch kurze Transportwege verbrauchernah bedient werden kann. Gesteinsrohstoffe wie Kies, Sand und Naturstein werden für die Erstellung von Wohn- und ande-ren Gebäuden sowie für den Bau und Erhalt von Verkehrswegen benötigt. Produkte aus dem Industriemineral Quarz werden von vielen Industriezweigen nachgefragt. Im wahrsten Sinne des Wortes bilden die Rohstoffe der Gesteinsindustrie die Basis unseres modernen Lebens.