Berlin/Stuttgart, 9. April 2026 – Deutschland will bauen, modernisieren, klimaneutral werden, doch die Realität sieht oft anders aus: Projekte verzögern sich, Genehmigungen dauern Jahre, Verfahren werden immer komplexer. Genau hier setzt der neue Branchenfilm des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe (MIRO) an. „Was nützen Scheine ohne Steine?“ feiert am 15. April 2026 am Vormittag im Rahmen einer Pressekonferenz in einem Stuttgarter Innenstadtkino seine bundesweite Premiere.
Wenn Planen und Genehmigen länger dauert als Bauen
Der Film des Kölner Regisseurs Søren Eiko Mielke nähert sich einem sperrigen Thema mit überraschender Leichtigkeit und trifft dennoch ins Mark: Warum scheitern selbst politisch gewollte Infrastrukturprojekte immer wieder an der Praxis? Und wie lässt sich Bürokratie tatsächlich abbauen, wenn sie sich wie ein lähmender Mehltau über Prozesse legt?
Dass Handlungsdruck besteht, machen prominente Stimmen im Film deutlich. Der Chef des Bundeskanzleramts, Thorsten Frei, sagt: „Zu viele Vorschriften bremsen uns aus – wir müssen Bürokratie konsequent abbauen.“ Auch Cem Özdemir, designierter Ministerpräsident Baden-Württembergs, findet klare Worte: „Planen dauert in Deutschland oft länger als das Bauen selbst. Das können wir uns nicht mehr leisten.“
Zwischen Frust und Reformwillen
Neben weiteren politischen Stimmen kommen vor allem diejenigen zu Wort, die tagtäglich mit den Folgen überbordender Bürokratie umgehen müssen: Unternehmen der Baustoffindustrie, Praktiker vor Ort und Verantwortliche aus Verwaltung und Genehmigungspraxis. Ihre Perspektiven reichen von nüchterner Analyse bis zu offener Frustration, aber auch zu konkreten Ideen für Veränderungen.
Im Zentrum der Premiere am Mittwoch steht Boris Palmer. Der Tübinger Oberbürgermeister gilt als einer der profiliertesten und zugleich streitbarsten Kritiker deutscher Verwaltungspraxis. Seine Teilnahme verspricht eine pointierte Einordnung und eine Debatte, die über den Film hinausweist.
Mit „Was nützen Scheine ohne Steine?“ bringt MIRO ein Thema auf die Leinwand, das politisch hoch aufgeladen ist – und gleichzeitig oft abstrakt bleibt. Der Film macht sichtbar, was sonst hinter Aktenbergen verschwindet und stellt eine einfache, aber drängende Frage: Wie viel Bürokratie kann sich dieses Land noch leisten?
Terminhinweis für Journalisten/Redaktionen:
Filmpremiere „Was nützen Scheine ohne Steine?“ (u.a. mit „Bürokratiekritiker“ Boris Palmer, MIRO-Präsident Christian Strunk und Regisseur Søren Eiko Mielke)
Mittwoch, 15. April 2026 / 11:00 Uhr (Einlass: 10:30 Uhr / Ende: ca. 12:15 Uhr)
EM-Innenstadtkino, Saal EM2, Bolzstrasse 4, 70173 Stuttgart-Mitte
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Zum Verband: MIRO vertritt auf Bundes- und Europaebene die Interessen der Kies- und Sand-, Quarz- sowie Natursteinindustrie. Der Verband spricht für rund 1.600 Unternehmen mit fast 2.700 Werken in Deutschland, die ca. 22.500 Mitarbeiter beschäftigen. Sie stellen sicher, dass die jährliche Nachfrage nach den mengenmäßig wichtigsten Rohstoffen von etwa 500 Mio. t durch kurze Transportwege verbrauchernah bedient werden kann. Gesteinsrohstoffe wie Kies, Sand und Naturstein werden für die Erstellung von Wohn- und ande-ren Gebäuden sowie für den Bau und Erhalt von Verkehrswegen benötigt. Produkte aus dem Industriemineral Quarz werden von vielen Industriezweigen nachgefragt. Im wahrsten Sinne des Wortes bilden die Rohstoffe der Gesteinsindustrie die Basis unseres modernen Lebens.