Stand- und Zugvögel

Flachwassersee „Sophienried“: Dauerhafter Rückzugsort für Stand- und Zugvögel
best practice

Das Familienunternehmen Fetzer GmbH & Co. KG, Kies- & Betonwerke, wurde vor mehr als 114 Jahren im nordschwäbischen Bächingen a.d. Brenz (Bayern) gegründet. Das mittelständische Unternehmen befindet sich seit 2005 in 4. Generation und betreibt heute ein Kieswerk in Gundelfingen, drei Transportbetonwerke (Gundelfingen, Neu-Ulm und Giengen) sowie zwei Fließestrichwerke (Gundelfingen und Neu-Ulm).

Bau eines Uferschwalbenhauses mit 120 Nisteinrichtungen.
Bau eines Uferschwalbenhauses mit 120 Nisteinrichtungen.

Schon in der zweiten Generation wurde seitens des Gründersohns Christian Fetzer sen. Wert auf ein „ordentliches Hinterlassen“ der bei der Kiesgewinnung entstandenen Seen gelegt. Diese konsequente Tradition der Aufwertung der Seen und die ausnahmslose und zügige Erfüllung der dann in den Folgejahrzehnten seitens der Fachbehörden vorgegebenen Renaturierungsauflagen brachte Fetzer im Jahre 1983 die „Umweltmedaille der Bayrischen Staatsregierung für Verdienste um Schutz, Gestaltung und Vermittlung einer gesunden Umwelt“ ein.

Auch der nach der Kiesgewinnung im sog. Gundelfinger „Sophienried“ entstandene Baggersee, der durch nahezu vollständige Wiederverfüllung aktiv zu einem Flachwassersee modelliert wurde, setzt diese Tradition der verantwortlichen und Renaturierung konsequent fort.

Hier ist ein laut professioneller Experten- und auch privater Ornitologen-Meinung sehr wertvolles Gebiet für wasserliebende, sowohl heimische als auch durchziehende Vogelarten entstanden. In den letzten Jahren wurde zudem ein großer Beobachtungsturm mit naturfachlichen Erklärungstafeln errichtet, der von Bevölkerung und Fachleuten gerne angenommen wird. Zur Erhaltung und Pflege des „Sophienrieds“ werden auch – je nach Witterung – jährlich im Winter bzw. Frühjahr Mäh- und Entbuschungsarbeiten vorgenommen.

Ein Fotobuch des ökologischen Erfolgs.
Ein Fotobuch des ökologischen Erfolgs.

Zu den standorttreuen Tieren zählen inzwischen neben den Amphibien, wie Fröschen, Kröten und Lurchen, auch Wasservögel, wie Rallen, diverse Enten- und Reiherarten sowie Höckerschwäne und Weißstörche. Bei den Zugvögeln sind regelmäßig auch Wattvögel, wie Kampfläufer, Dunkler Wasserläufer, Rotschenkel und auch größere Mengen an Brachvögel sowie sogar ein Seeadlerpaar vom Beobachtungsturm zu sehen.

Den Reigen der permanenten Maßnahmen und Aktivitäten schließt der Bau eines Uferschwalbenhauses mit 120 Nisteinrichtungen, das auf Wunsch der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Dillingen zusätzlich auf diesem Areal fest installiert wurde.

Es wurde ein Beobachtungsturm mit naturfachlichen Erklärungstafeln errichtet.
Es wurde ein Beobachtungsturm mit naturfachlichen Erklärungstafeln errichtet.

Preisträger im Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2022 mit diesem Projekt:

Fetzer GmbH & Co. KG
Kies- und Betonwerke
Haldenweg 2-4
89423 Gundelfingen
www.fetzerbeton.de