Anfang Februar informierte sich Dr. Olaf Joachim, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, im Kieswerk Barleben über die aktuelle Lage der mineralischen Rohstoffindustrie. Begleitet wurde der Termin von MIRO-Präsident Christian Strunk und Geschäftsführerin Susanne Funk.
Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Sicherung der regionalen Rohstoffversorgung und die Genehmigungssituation für Gewinnungsstätten. MIRO nutzte den Termin, um dem Staatssekretär die aktuellen Herausforderungen der Branche und den dringenden Handlungsbedarf zu verdeutlichen.
Genehmigungen als Schlüssel zur Versorgungssicherheit
Im Gespräch machte MIRO deutlich, dass in vielen Regionen bestehende Genehmigungen auslaufen, während neue Gewinnungsflächen nur mit erheblichen Verzögerungen genehmigt werden. Lange Verfahren gefährden Investitionen und die heimische Versorgungssicherheit.
MIRO-Präsident Christian Strunk betonte gegenüber dem Staatssekretär, dass es ohne genehmigte Flächen keine heimische Rohstoffversorgung gibt. Der Verband sprach sich dafür aus, die Rohstoffgewinnung als überragendes öffentliches Interesse gesetzlich zu definieren und Planungsbeschleunigungsinstrumente auch konsequent auf Baurohstoffe anzuwenden.
Staatssekretär Dr. Olaf Joachim erklärte beim Ortstermin: „Damit Bauen in Deutschland auch künftig verlässlich möglich bleibt, brauchen wir eine sichere und regionale Versorgung mit mineralischen Rohstoffen. Als Bundesregierung unterstützen wir gleichzeitig eine wirksame Kreislaufwirtschaft im Gebäudesektor, um den Primärrohstoffverbrauch zu senken. Beide Rohstoffgewinnungen sind notwendig, um bezahlbaren Wohnraum, Infrastrukturprojekte und die Energiewende dauerhaft zu unterstützen.“
Kreislaufwirtschaft und Energiewende als gemeinsame Themen
Der Verband warb für eine bauplanungsrechtliche Privilegierung von Recyclinganlagen im Zusammenhang mit Gewinnungsstätten und für praxisgerechtere Rahmenbedingungen bei Floating PV.
Der Besuch in Barleben bot Gelegenheit, die enge Verbindung von Rohstoffversorgung, Baupolitik und Energiewende im direkten Austausch zu diskutieren. MIRO wird den Dialog mit der Politik fortsetzen, um verlässliche Rahmenbedingungen für die heimische Rohstoffgewinnung weiter zu stärken.