In dieser Woche traf sich der MIRO-Arbeitsausschuss „Aus- und Weiterbildung“ (AA AWB) in Erfurt an der Walter-Gropius-Schule. Zukunftsrelevante Themen, welche die Unternehmen der Branche bei der Aus- und Fortbildung ihrer Mitarbeiter unterstützen, standen auf der Tagesordnung.
Im Ausschuss tagen regelmäßig Vertreter aus den Betrieben, den drei Berufsschulen, den Technikerschulen und den vier Bergbau-Hochschulen in Deutschland. Der gemeinsame Austausch in dieser Konstellation zeigt jedes Mal, wie wichtig es ist, die verschiedenen Ebenen der Aus- und Weiterbildung zu vernetzen. Nur so lassen sich Ausbildungsinhalte weiterentwickeln, Anforderungen aus der Praxis berücksichtigen und Lösungen für die Fachkräftesicherung voranbringen.
Der jährliche Austausch bietet die wertvolle Gelegenheit, die Aus- und Fortbildungssituation in der Gesteinsindustrie zu analysieren, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, die Zusammenarbeit zu unterstützen und Strategien für die Öffentlichkeitsarbeit zu erarbeiten.
Vielfältige Wege in die Branche
Die Gesteinsindustrie bietet ein breites Spektrum an Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten – von der praktischen Ausbildung über die mittlere Führungsebene bis hin zum akademischen Werdegang. Damit eröffnet sie Perspektiven für ganz unterschiedliche Interessen und Qualifikationen.
- Ausbildung – der Einstieg in die Praxis
Ein zentraler Einstieg in die Branche ist die duale Ausbildung, beispielsweise zum Aufbereitungsmechaniker. Hier verbinden sich praktische Erfahrungen im Betrieb mit theoretischem Unterricht in der Berufsschule. Auszubildende lernen, wie Rohstoffe gewonnen, aufbereitet und qualitätsgesichert werden – und arbeiten von Anfang an mit moderner Technik und großen Anlagen.
- Weiterbildung – Fachwissen vertiefen und Verantwortung übernehmen
Aufbauend auf einer Ausbildung bietet die Branche vielfältige Möglichkeiten zur Weiterbildung. Qualifikationen wie Industriemeister oder staatlich geprüfter Techniker eröffnen neue Perspektiven, etwa in der Produktionssteuerung, Mitarbeiterführung oder Prozessoptimierung. Diese Stufe ist besonders wichtig, um Fachkräfte gezielt weiterzuentwickeln und deren Interessen und Motivation langfristig im Unternehmen zu erhalten.
- Studium – wissenschaftlich fundiert in die Zukunft
Auch der akademische Weg spielt eine wichtige Rolle. Studiengänge im Bereich Rohstoffingenieurwesen, Geotechnik oder verwandten Disziplinen vermitteln vertiefte Kenntnisse zu Gewinnung, Planung, Umweltaspekten und Recycling mineralischer Rohstoffe. Absolventinnen und Absolventen übernehmen häufig verantwortungsvolle Positionen in Planung, Betrieb oder Management.
Einen umfassenden Überblick über alle Ausbildungs- und Karrierewege: https://www.bv-miro.org/service/bildung/
Zusammenarbeit als Schlüssel für die Zukunft
Das Treffen in Erfurt hat erneut verdeutlicht: Die enge Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und Unternehmen ist die Grundlage dafür, junge Menschen für die Branche zu begeistern und Fachkräfte langfristig zu sichern. MIRO bedankt sich daher ausdrücklich bei allen Teilnehmenden – insbesondere bei den Vertretern der Schulen und Hochschulen sowie den engagierten Unternehmensvertretern – für ihren persönlichen Einsatz.
Wir freuen uns bereits auf die Fortsetzung dieses Austauschs: Am 2. und 3. September 2026 tagt der Ausschuss in einem ganz besonderen Rahmen – direkt auf der steinexpo im Steinbruch der MHI in Homberg (Ohm), der größten Außen-Messe der Branche in Europa!

