Mineralische Rohstoffe erklären? Über Genehmigungsverfahren sprechen? Vorurteile über die Gewinnung ausräumen? Das klingt zunächst nicht unbedingt nach großem Kino.
MIRO und Regisseur Søren Eiko Mielke haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass es auch anders geht. Gemeinsam ist ein außergewöhnliches Filmgenre entstanden, das komplexe Themen der Gesteinsindustrie mit Fakten, überraschenden Geschichten und vor allem mit Humor verbindet. Statt klassischer Imagefilme gibt es Unterhaltung mit Erkenntnisgewinn. Die Søren-Mielke-Filme sind inzwischen zu einem echten Alleinstellungsmerkmal in der Kommunikation der Gesteinsindustrie geworden.
Von „1 Kilo Steine pro Stunde“ bis zum “Bürokratieabbau“
Den Anfang machte „1 Kilo Steine pro Stunde“. Der Film stellte eine vermeintlich einfache Frage: Wo und in welchem Umfang begegnen uns mineralische Rohstoffe eigentlich im Alltag? Die Umsetzung mit Humor, authentischen Interviews und einer überraschenden Rahmenhandlung überzeugte weit über die Branche hinaus und wurde 2019 mit dem Deutschen Wirtschaftsfilmpreis ausgezeichnet.
Danach ging MIRO mit Mielke in die nächste Runde. In den sechs Clips des „MIRO-Faktenchecks“ wurden verbreitete Behauptungen und Missverständnisse rund um mineralische Rohstoffe aufgegriffen. Filmaufnahmen und Fakten trafen dabei auf die Sandbilder der Künstlerin Natalia Tarnay.
2026 folgte mit „Was nützen Scheine ohne Steine?“ die bislang umfangreichste Produktion. Im Film begibt sich Søren Eiko Mielke auf Spurensuche nach den Ursachen immer komplexerer und langwieriger Genehmigungsverfahren. Es geht um Bürokratie, Rohstoffversorgung und die Frage, wie Deutschland seine großen Aufgaben bei Wohnungsbau, Infrastruktur und Transformation bewältigen will, wenn notwendige Vorhaben nicht oder erst nach vielen Jahren genehmigt werden. Neben der knapp 39-minütigen Dokumentation gibt es eine rund zehnminütige Kurzfassung und einen Trailer.
Die MIRO-Filme haben damit inzwischen ihre ganz eigene Sprache entwickelt: ernsthafte Themen, belastbare Informationen und politische Fragen, aber erzählt mit Leichtigkeit und einem Augenzwinkern. Gerade das macht sie zu einem Türöffner für Menschen, die sich mit mineralischen Rohstoffen sonst vermutlich kaum beschäftigen würden.
Vom Zuschauen zum miteinander Reden
Und genau hier setzt nun der nächste Schritt an. Der Film soll nicht nur gesehen werden. Er soll Menschen miteinander ins Gespräch bringen.
Unter dem Titel „Runder Tisch und Großes Kino“ hat Søren Eiko Mielke ein Veranstaltungs- und Gesprächsformat entwickelt, bei dem „Was nützen Scheine ohne Steine?“ als Einstieg und Eisbrecher dient. Vertreter von Unternehmen, Genehmigungsbehörden und weitere Stakeholder kommen zusammen, schauen den Film und diskutieren anschließend gemeinsam über Erfahrungen, Herausforderungen und Hemmnisse in Genehmigungsverfahren. Wie das funktionieren kann, zeigt ein bereits realisiertes Modellprojekt in Baden-Württemberg, das Mielke filmisch begleitet und in einem eigenen Trailer dokumentiert hat (hier geht es zum Trailer).
Der besondere Clou: Der Protagonist des Films bleibt auch nach dem Abspann dabei. Er begleitet und moderiert die anschließende Diskussion. So entsteht eine direkte Verbindung zwischen Film und Gespräch. Der humorvolle Einstieg senkt die Schwelle, auch schwierige Themen offen anzusprechen und unterschiedliche Perspektiven an einen Tisch zu bringen. Damit wird aus dem MIRO-Film mehr als ein Kommunikationsinstrument. Er wird zum Ausgangspunkt für den Dialog.
„Runder Tisch und Großes Kino“ auch in Ihrer Region?
MIRO möchte dieses Format nun gemeinsam mit seinen Landesverbänden und Mitgliedsunternehmen in die Fläche bringen. Regionale Veranstaltungen können gezielt dazu genutzt werden, mit Genehmigungsbehörden und anderen relevanten Akteuren ins Gespräch zu kommen. Die Diskussionen sollten dabei verbandsseitig begleitet werden. Wer Interesse an „Runder Tisch und Großes Kino“ hat oder mehr über die Möglichkeiten einer Veranstaltung erfahren möchte, wendet sich bitte an:
Susanne Funk
BUNDESVERBAND MINERALISCHE ROHSTOFFE e. V. (MIRO)
Geschäftsstelle Berlin
Tel.: 030 – 2021 566 22
E-Mail: funk@bv-miro.org