Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V.
 
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Die Bundesrepublik Deutschland als eines der führenden Industrieländer ist Großverbraucher mineralischer Rohstoffe. Während die Bedarfsdeckung bei Metallrohstoffen und bestimmten Energierohstoffen sehr stark von Importen abhängig ist, gehört Deutschland bei den Baurohstoffen, insbesondere bei Kies/Sand und Naturstein zu den führenden Erzeugerländern. Mineralische Rohstoffe wurden immer schon gebraucht, um weltberühmte Bauwerke und spektakuläre Konstruktionen zu ermöglichen, aber sie sind auch in jedem Einfamilienhaus unverzichtbar.

Rohstoffproduktion in Deutschland


Die reibungslose Versorgung unseres Landes mit mineralischen Rohstoffen im Sinne der Daseinsvorsorge ist Voraussetzung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft und damit unerlässlich für die Sicherung unseres Wohlstandes. Die Versorgung der Wirtschaft mit Rohstoffen muss dabei dem Grundsatz der Nachhaltigkeit genügen, das heißt sie muss ökologisch, ökonomisch und sozial verträglich erfolgen. Die Rohstoffsicherung muss angesichts ihrer wirtschaftlichen und sozialen und damit gesamtgesellschaftlichen Bedeutung bei Abwägungsentscheidungen den gleichen Rang wie andere öffentliche Belange haben. Dafür setzt sich MIRO ein.

Die Notwendigkeit zur Rohstoffsicherung in der Raumplanung ist mit der Neufassung des Bundesraumordnungsgesetzes (ROG) 1998 als bundesweit gültige Vorgabe fest verankert worden. Danach sind für die vorsorgende Sicherung sowie die geordnete Aufsuchung und Gewinnung von standortgebundenen Rohstoffen die räumlichen Voraussetzungen zu schaffen. Nach § 7 Abs. 2 Nr. 2b ROG sollen für einen mindestens mittelfristigen Zeitraum Raumordnungspläne insbesondere Festlegungen zu "Nutzungen im Freiraum, wie Standorte für die versorgende Sicherung sowie die geordnete Aufsuchung und Gewinnung von Standort gebundenen Rohstoffen ..." enthalten.

Der für die mittel- und langfristige Rohstoffsicherung erforderliche Flächenbedarf wird insgesamt nach Untersuchungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe auf nur wenig über 1% der Fläche der Bundesrepublik Deutschland geschätzt, wobei der jährlich jeweils in Abbau stehende Flächenanteil sogar weit unter 0,01% liegt. Diese Flächen werden außerdem im Gegensatz zum Siedlungs- und Verkehrswegebau nicht auf Dauer in Anspruch genommen, sondern nach Abbauende und gesetzlich vorgeschriebener Rekultivierung an andere Nutzer zurückgegeben.


 
 
(c) BV MIRO