Gewinnung


Früher wurden die Rohstoffe nur mit einfachsten Hilfsmitteln wie Schaufel oder Sandschürfe gewonnen. Auch der erste Schwimmbagger, entworfen von Leonardo da Vinci, musste noch mühselig mit der Hand betrieben werden. Erst mit der industriellen Revolution wurden die Bagger mit Dampfmaschinen oder noch später mit Diesel- und Elektromotoren ausgestattet. Heute sind Geräte im Einsatz, die mehrere 100 Tonnen pro Stunde fördern können.

Bei der Kies-/Sand- sowie Quarzgewinnung wird allgemein zwischen Trocken- und Nassgewinnung unterschieden. Bei der Nassgewinnung wird der Rohstoff aus Flüssen, Seen, Off-shore-Gebieten der Meere oder im Gelände unterhalb des Grundwasserspiegels gewonnen. Bei der Trockengewinnung wird zunächst der darüber liegende Boden abgeschoben und seitlich gelagert, so dass der verwertbare Rohstoff freiliegt und gewonnen werden kann.

Bei der Gewinnung von Naturgestein wird das Gestein entweder durch exakt dosierte Sprengungen gelöst und damit auf eine transportfähige Größe gebracht oder in geeigneten Fällen per Reißzahneinsatz direkt gewonnen.

Alle gewonnenen mineralischen Rohstoffe werden aufbereitet, bevor sie industriell einsetzbar sind. Erst durch die gezielte Aufbereitung im Werk werden aus dem Rohstoff qualifizierte Körnungen für verschiedene Verwendungen.

Die Rohstoffe werden nach der Gewinnung mittels Förderbändern oder großen Muldenkippern zur Aufbereitungsanlage transportiert. Zumeist ist die Aufbereitung in mehrere Siebvorgänge gegliedert, die bei Kies/Sand häufig mit einer Waschanlage kombiniert sind. Zu großes Material wird in Brechern zerkleinert. Das in verschiedene Körnungen unterteilte Material wird in Silos oder auf Halden gelagert, bei Bedarf geladen und zur Weiterverarbeitung , z. B. zu Asphalt oder Beton, transportiert.

 

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